Surcot und Bundhaube

Das große Töchterchen nimmt in der Schule gerade das Hochmittelalter durch und am Freitag wird ritterlich gefeiert. Ein angemessenes Gewand wurde deshalb gewünscht. Da ich selbst in der Schule nichts über das Hochmittelalter gelernt habe, vielleicht habe ich es auch nur wieder vergessen, musste ich mich erst im Internet schlau machen. Glücklicherweise findet man da eine ganze Menge. Unter anderem auch Anleitungen, wie damals die Bekleidung hergestellt wurde. Wenn wir schon sowas machen, dann doch bitte einigermaßen authentisch. Nachdem ich also gelernt habe, dass die Damen früher ein Leibhemd, eine Kotte und eine Surcot (über der Kotte) übereinander getragen haben, entschied ich mich nur die oberste Lage zu fabrizieren. Und weil so ein Gewand eine Menge Stoff verschlingt, wurde es auch eine ärmellose Surcot. Den Schnitt herzustellen ist ganz einfach, denn das Kleid besteht mehr oder weniger nur aus Recht- und Dreiecken. Ich habe direkt auf den Stoff gezeichnet. Bei der Kopfbedeckung habe ich danach gewählt, was am einfachsten nachzumachen ist: eine Bundhaube. Hier seht ihr nun das Ergebnis, samt stolzem Tochterkind.

Tochter in Surcot und Bundhaube

Veröffentlicht von

Leah Kirchmann

Zweifachmama, Wollestreichler und Farbliebhaberin, immer für neue kreative Ideen offen